PeerSharing: Perspektiven für Geschäftsmodelle des Peer-to-Peer Sharing

Perspektiven für Geschäftsmodelle des Peer-to-Peer Sharing

Ziel ist es, Weiterentwicklungsmöglichkeiten für die Peer-to-Peer Sharing-Plattformen der Praxispartner aufzuzeigen, damit die möglichen Potenziale des Peer-to-Peer Sharing für einen nachhaltigen Konsum erschlossen werden können. Der Geschäftsmodellansatz eröffnet dabei eine ganzheitliche Sicht auf Wertschöpfungs- und Nutzungssysteme und eine spezifisch unternehmerische Perspektive. Bei der Identifizierung von Weiterentwicklungsmöglichkeiten soll der Fokus v.a. auf folgende Ansatzpunkte gerichtet werden:

  • die Nachfrageorientierung und damit auf die erfolgreiche Synchronisierung von angebots- und nachfrageseitigen Faktoren zur Erschließung von neuen Kundengruppen (Abbau von Hemmnissen, Haftungskonzepte etc.),
  • die Weiterentwicklung verschiedener Leistungspotenziale zu leistungsfähigen Wertschöpfungsarchitekturen und wirtschaftlich erfolgreichen Peer-to-Peer-Lösungen (z.B. hybride Geschäftsmodelle online/offline) sowie
  • die Entwicklung von unternehmerischen Strategien (z. B. Marketing, Kommunikation) und deren operative Umsetzung in Geschäftsmodellen und damit auf das unternehmerische Lernpotenzial im Wechselspiel von Strategie und Umsetzung.

Mit Blick auf diese Schwerpunkte sind Fokusgruppen mit NutzerInnen zu verschiedenen Peer-to-Peer-Formen (z. B. Kleidertausch, privates Car-Sharing) sowie zu zentralen Ansatzpunkten (z. B. Informationsstrategie, Plattformgestaltung) zur Gewinnung von neuen NutzerInnen geplant. Die Themen für die Fokusgruppen werden im Kontext der Forschungsergebnisse und in Abstimmung mit den Praxispartnern festgelegt. Die Fokusgruppen sollen relevante Akzeptanz- und Nutzungsaussagen bei der Bewertung und praktischen Anwendung von Optionen zur Weiterentwicklung oder Generierung von neuen Geschäftsmodellen liefern. Fokusgruppen sind eine qualitative Forschungsmethode, bei der Diskussionsgruppen anhand bestimmter Kriterien (z.B. milieu- oder akteursspezifisch) zusammengestellt und durch einen Informationsinput zur Diskussion über ein bestimmtes Thema angeregt werden. Da Fokusgruppen mit kleinen Stichproben arbeiten, sind ihre Ergebnisse nicht repräsentativ für die Gesamtheit einer Zielgruppe. Daher wird die Methode mit einer vorgeschalteten Repräsentativ-Erhebung und einer quantitativen Nutzerberfragung kombiniert.