PeerSharing: Analyse des Nutzerverhaltens

Analyse des Nutzerverhaltens

Die Analyse des Nutzerverhaltens stellt einen zentralen Baustein des Projekts dar. Es werden insgesamt drei Befragungen zur sozialen Akzeptanz für Peer-to-Peer Sharing und der sozialen Auswirkungen durchgeführt. Dabei kommen qualitative und quantitative Methoden zum Einsatz. Die Untersuchungsgruppe sind Personen, die Peer-to-Peer Sharing nutzen beziehungsweise (noch) nicht nutzen.

Inhaltlich finden Aspekte wie Einstellungen zu und Erfahrungen mit Peer-to-Peer Sharing, Nutzungsverhalten und -bereitschaft, Hemmnisse und Motive der Nutzung sowie allgemeinere Fragen wie sozioökonomischer Status und Internet- und Computernutzung besondere Berücksichtigung in den Erhebungen. Darüber hinaus soll erforscht werden, in welcher Weise Peer-to-Peer Sharing die Gemeinschaftsbildung fördern und Teilhabemöglichkeiten sozial benachteiligter Gruppen an materiellem Konsum verbessern kann.

Zunächst werden im Rahmen einer qualitativen Vorstudie Hypothesen in Bezug auf hemmende und fördernde Faktoren, Nutzerverhalten und ökologische beziehungsweise soziale Potenziale generiert. Zu diesem Zweck werden leitfadengestützte telefonische Interviews mit NutzerInnen, Interessierten und Desinteressierten des Peer-to-Peer Sharing, die über die kooperierenden Praxispartner und Utopia angesprochen werden, geführt.

Die Hypothesen werden in der anschließenden standardisierten repräsentativen Bevölkerungsbefragung quantitativ überprüft. Die online durchgeführte Befragung soll außerdem eine Typologie der Bevölkerung mit Blick auf Einstellungen gegenüber und Potenziale von Peer-to-Peer Sharing ermöglichen.

Parallel dazu findet eine Online-Befragung von NutzerInnen von Peer-to-Peer Sharing Plattformen statt, die neben der Erfassung von Nutzungsmotiven und -barrieren auch der Datenerhebung für die Ökobilanzierung (etwa zu möglichen Rebound-Effekten) dient. Daher sollen in der Befragung auch mögliche Alternativen zur Nutzung der Peer-to-Peer Sharing-Angebote (Kauf, Miete, private gemeinsame Nutzung etc.) mit einbezogen werden, insbesondere in Hinblick auf die Frage, ob durch die Nutzung eine Substituierung von Neukäufen stattfindet oder ob sie zu additivem Konsum führt.