Wie nachhaltig ist die Sharing Economy? Arbeitspapier zur Ökologie des Teilens erschienen

Wie nachhaltig ist die Sharing Economy? Arbeitspapier zur Ökologie des Teilens erschienen

Ist das Teilen von Konsumgütern wirklich ökologisch vorteilhaft? Die Studie „Ökologie des Teilens“ überprüft die ökologischen Auswirkungen von Peer-to-Peer Sharing für die Branchen Bekleidung, Carsharing und Apartement-Sharing.

Die Studienautorin Sabrina Ludmann verwendete die Daten von Nutzerbefragungen von Online-Plattformen der Projekt-Praxispartner Kleiderkreisel, Drivy, Flinc und Wimdu, die im Projekt PeerSharing durchgeführt worden waren. Sie untersuchte deren aktuelles Konsumverhalten und ermittelte daraufhin die ökologischen Auswirkungen der Plattformnutzung.

Basierend auf diesen empirischen Daten, internen Informationen der Praxispartner und Literaturdaten wurde für jeden Praxispartner ein quantitatives Modell aufgestellt, das die Konsumpraktiken des entsprechenden Bereiches abbildet.

Fazit: Aktuell ist die Sharing Economy allemal blassgrün – Peer-to-Peer Sharing schafft nur wenig Entlastung für die Umwelt, vor allem wenn Sharing den Konsum insgesamt erhöht oder zu nachteiligem Konsum wie mehr Flugreisen verschiebt.

Dennoch gibt es ein großes Potenzial, dass Sharing die Umwelt schonen kann. Und zwar in allen untersuchten Bereichen. Dieses kommt dann zum Tragen, wenn Sharing dazu führt, dass sich die Konsumkultur wandelt – etwa, wenn insgesamt weniger Kleidung neu gekauft oder durch die neuen Möglichkeiten mobil zu sein, eigene Autos abgeschafft oder weniger neue angeschafft werden. Beim Apartment-Sharing gibt es einen Umweltnutzen nur, wenn alltäglich genutzter Wohnraum vermietet und so intensiver genutzt wird und nicht, wenn dafür eigens Ferienwohnungen eingerichtet werden.

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