Gerd Scholl im Interview mit Umweltdialog

Gerd Scholl im Interview mit Umweltdialog

Die Sharing Economy ist „In“ – doch wie ökologisch und sozial sinnvoll? Darüber und über die Forschungsergebnisse der Publikation „Ökologie des Teilens“ sprach PeerSharing-Projektleiter Dr. Gerd Scholl mit Umweltdialog.

Scholl betont, dass eine Sharing Economy im Sinne einer echten geteilten Nutzung ressourcensparend sein kann. Voraussetzung sei aber, dass bereits angeschaffte Güter noch intensiver genutzt und nicht nur für den Zweck des Teilens angeschafft würden. Gleichzeitig dürfte Sharing keine unerwünschten sozialen Nebenwirkungen haben und bestimmte Gruppen ausschließen.

Die Studie „Ökologie des Teilens“ zeigt, dass etwa in der Bekleidungsindustrie Teilen über Onlineplattformen zwar Treibhausgase einsparen kann, da die Kleidung gebraucht ist. Gleichzeit fällt der ökologische Gewinn aber eher moderat aus, da der Konsum an Kleidern steigt. Scholl erläutert weitere Potenziale in den Bereichen Car-Sharing, Mitfahrgelegenheiten und Apartment-Sharing: Wenn Menschen private Autos abschaffen, können Treibhausgase eingespart werden. Wenn Menschen ihren Urlaub in einer Privatwohnung verbringen, kann die Umwelt gegenüber Hotelübernachtungen entlastet werden. Dennoch können vermehrte Flugreisen ökologisch nachteilig sein. 

Immer gelte also: Damit Teilen über Onlineplattformen ökologisch nachhaltig sind, muss sich auch der Konsumstil der Konsument/innen ändern. 

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Zum Download der Publikation „Ökologie des Teilens“