WDR 5: Gerd Scholl über Sharing als zukünftiges Geschäftsmodell

WDR 5: Gerd Scholl über Sharing als zukünftiges Geschäftsmodell

Babykleidung bei Tchibo oder Haushaltsgeräte bei otto now – Immer mehr Unternehmen setzen auf die Sharing Economy und bieten ihre Produkte zum Leihen und Teilen an. Ein Umdenken in der Wirtschaft aus Sorge um die Umwelt? Oder stehen doch eher Imagegründe im Vordergrund? PeerSharing-Projektleiter Dr. Gerd Scholl sprach am 23. Januar 2018 in der Sendung Leonardo mit dem WDR 5 über Ziele und Grenzen der Sharing Economy. Sicherlich seien sowohl ökologische Vorteile als auch Imagegründe Antreiber für Unternehmen, so Scholl. Er betonte, dass Nutzen statt Besitzen ein Trend unter Verbraucher/innen sei und Sharing daher ein interessantes neues Geschäftsmodell. Klassische Handelsunternehmen versuchten, den Konsum-Mainstream für das Sharing zu erschließen.

Scholl bezog sich auch auf Forschungsergebnisse im Projekt PeerSharing: Das zentrale Motiv der Verbraucher/innen sei immer noch Geld zu sparen, ökologische Motive kämen an zweiter Stelle. Sharing habe durchaus positive Umwelteffekte, wenn auch kleiner als erwartet. Die neuen Geschäftsmodelle der Unternehmen böten großes Potenzial, die Umwelt zukünftig noch mehr zu entlasten. Aber sie müssen dazu beitragen, dass die Verbraucher/innen insgesamt weniger Konsumgüter besitzen.

Das Phänomen „Sharing“ ist laut Scholl gekommen, um zu bleiben. In welcher Form und ob sich die Geschäftsmodelle durchsetzen, werde sich in den nächsten Jahren zeigen.

Zum Podcast (ab 57:07)