Potenzial für die Umwelt: Neueste Erkenntnisse im Projekt PeerSharing

Potenzial für die Umwelt: Neueste Erkenntnisse im Projekt PeerSharing

Auf der vierten internationalen Konferenz zur Sharing Economy, die dieses Jahr von der Universität Lund ausgerichtet wurde, stellte Maike Gossen aktuellste Erkenntnisse über die Nutzung von Peer-to-Peer Sharing Plattformen vor. Insgesamt zeigt sich: Die Sharing Economy hat noch großes Potenzial weiter zu wachsen. Und: Kleidung über Internetplattformen zu verkaufen schont die Umwelt.

Zwei Befragungen im Projekt PeerSharing erfassten die Einstellungen der Bevölkerung zu Sharing-Angeboten insgesamt und die konkrete Nutzung der Partnerplattformen Kleiderkreisel, Wimdu, Drivy und flinc. Obwohl Peer-to-Peer Sharing derzeit noch ein Nischenphänomen ist, ist das Nutzungspotenzial in der Zukunft groß. Es sind hauptsächlich ökonomische Vorteile, die die Nutzer/innen motivieren; Umweltschutz und Ressourcenschonung kommen an zweiter Stelle. Die Einstellungen gegenüber der Onlineplattformen sind insgesamt sehr positiv. Zudem können Lerneffekte festgestellt werden: Menschen, die bereits Peer-to-Peer Sharing in einem bestimmten Bereich praktizieren, sind eher bereit auch in anderen Bereichen entsprechende Angebote zu nutzen als die Gesamtbevölkerung, von der die Mehrheit nicht mit Peer-to-Peer vertraut ist.

Gegenstand des zweiten Vortrags war die ökobilanzielle Berechnung für Kleidersharing, am Beispiel der Plattform Kleiderkreisel, die von Sabrina Ludmann vom Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) durchgeführt wurde. Die zentrale Botschaft: Kleider-Sharing kann die Umwelt schonen. So reduziert der/die durchschnittliche Kleiderkreisel-Nutzer/in den CO2-Verbrauch um fast die Hälfte, verglichen mit einer Person, die ausschließlich neue Kleidung kauft. Auch wenn die durch die Kleiderkreisel-Nutzung entstehenden Rebound-Effekte -im Durchschnitt kaufen Kleiderkreisel-Nutzer/innen ein Kleidungsstück mehr als in einem Szenario ohne Kleiderkreisel - zugrunde gelegt werden, bleiben die positiven Wirkungen bestehen.

Die Präsentationen und Befragungsergebnisse können hier eingesehen werden.